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Blumengroßmarkt jetzt in Marten

Dass Dortmund einen Blumengroßmarkt besitzt, der seinerzeit aus dem Zusammenschluss von 90 Produktionsbetrieben und Baumschulen bestand, wissen die meisten Erwachsenen bis heute wahrscheinlich nicht. Für uns Kinder war jedoch die Bauzeit vor der Eröffnung des neuen Blumengroßmarkts viel spannender – denn spielerisch konnten wir auf der Baustelle die Seetüchtigkeit der Baumaterialien selbst entdecken.

Das Gelände der ehemaligen Zeche Germania wurde als neues Gewerbegebiet ausgewiesen und für die Ansiedlung neuer Betriebe vorbereitet. Rückblickend erinnere ich mich an das Areal als eine Art Mondlandschaft: karg bewachsen, mit vereinzeltem Müll und Schrott, der keinesfalls in Kinderhände gehörte. Diese raue Umgebung lud geradezu zum Erkunden ein. Der vorhandene Schrott bot zudem eine gute Grundlage, um sich eine einfache Hütte zu bauen.

Schild mit der Aufschrift: Blumengroßmarkt, von Büschen zugewachsen
Das Schild an der ehemaligen Einfahrt zum Blumengroßmarkt (Bild: Stephan Cieszynski, 07.06.2025)

Am östlichen Rand des Gewerbegebiets, direkt am steilen Hang zur Straße Materloh, wurde das Gebäude für den neuen Blumengroßmarkt in Dortmund errichtet. Nach einigen regnerischen Tagen klarte das Wetter endlich auf, und mein Bruder und ich machten uns auf den Weg, um wieder einmal etwas draußen zu unternehmen. Auf der Baustelle des neuen Blumengroßmarkts hatten sich nach tagelangem Regen große Pfützen gebildet. Dort trafen wir Stefan, der bereits entdeckt hatte, dass sich das Dämmmaterial von der Baustelle hervorragend als Floß für die riesigen Wasserflächen eignete. Wir zögerten nicht lange und fanden schnell selbst ein passendes Stück Styropor als Floß sowie ein Holzbrett als Paddel. Mit Gummistiefeln über die riesigen Pfützen zu paddeln machte viel mehr Spaß, als mit den Eltern im Ruderboot auf dem Hengsteysee zu sitzen.

Ruhr-Nachrichten 05.05.1981 Nr. 103 DO1 Ruhr-Nachrichten 10.11.1979 Nr. 262 DO2