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144 Verkehrstote am Osterwochenende

Ein Jahr später stieg die Zahl der Todesopfer im gleichen Zeitraum sogar auf 148. In dieser Zeit erlebte ich meinen ersten Verkehrsunfall – auf der Rückbank unseres fast neuen Opel Kadett C.

Seit 1970 ist die Zahl der Verkehrstoten in der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin zwar allmählich zurückgegangen, doch verunglückten damals noch etwa 13.000 Menschen jährlich auf den Straßen. Heute sind es nur noch rund 2.800.

Die Pflicht zum Einbau von Sicherheitsgurten auf den Vordersitzen besteht seit 1974. Der ADAC stellte damals fest, dass zwar bereits 94 % der Fahrzeuge mit Gurten ausgestattet waren, jedoch innerorts nur knapp die Hälfte der Insassen angeschnallt war – mit weiter sinkender Tendenz. Es gab zwar bereits eine Anschnallpflicht, doch Bußgelder wurden erst ab 1984 verhängt. Auf den Rücksitzen waren Sicherheitsgurte erst ab Mai 1979 vorgeschrieben, ohne dass bei bereits gekauften Fahrzeugen eine Nachrüstung erforderlich war.

Wir befanden uns in diesem Jahr auf der Rückreise von unserem zweiten Urlaub in Bayern, als uns auf der Autobahn ein schnelleres Fahrzeug links überholte. Mein Bruder bemerkte durch das hintere Seitenfenster, dass der Wagen auf einem Reifen Luft verlor. Der Überholvorgang war fast abgeschlossen, als der andere Fahrer plötzlich die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Sein Wagen geriet vor uns auf unsere Spur und fuhr über den Seitenstreifen eine Böschung hinauf, wo er schließlich zum Stillstand kam. Da das Fahrzeug uns noch leicht streifte, hielten wir nur wenige Meter hinter der Unfallstelle auf dem Seitenstreifen an. Damals gab es auf den Rücksitzen noch keine Sicherheitsgurte, und ich bin dankbar, dass wir nur die Schrecksekunden in Erinnerung behalten haben.

Ruhr-Nachrichten 19.02.1977 Nr. 42 Ruhr-Nachrichten 18.04.1979 Nr. 90 Ruhr-Nachrichten 09.06.1979 Nr. 132 M14